Honig - ein echtes Naturprodukt
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| Honigangebot der
Harz-Imkerei im REWE-Nahkauf in Goslar, Greifplatz |
Echter Deutscher Honig ist ein Qualitätserzeugnis, das
merken Sie schon an seinem unverfälschten guten Geschmack.
Echter Deutscher Honig wird nach den bindenden Qualitätsrichtlinien des Deutschen
Imkerbundes e.V. (D.I.B.) geprüft, die weitaus strenger sind, als es das
deutsche Lebensmittelrecht verlangt. So ist beispielsweise der Wassergehalt des Echten
Deutschen Honigs niedriger als gesetzlich für Honig vorgeschrieben.
Alles Wissenswerte zur
Honiggewinnung können Sie gerne
hier erfahren.
Verbraucherinformation:
Transgener
Raps
Preisliste
Artikel |
Glas |
Rapshonig |
4,-- € |
Obstblüten-Honig |
4,-- € |
Sommerblüten-Honig |
4,-- € |
Akazien-Honig |
4,50 € |
| Waldhonig (kräftig, nussartig) |
5,-- € |

Wissenswertes zur Honiggewinnung

Von der Ernte bis zum Verkauf
Nachdem
der Honig gereift ist und von den Bienen mit einem abschließenden
Wachsdeckel versehen wurde, kann er aus den verdeckelten Waben entnommen werden.
Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Imker in Aktion tritt.
Sieben Schritte bis zum
essfertigen Honig
Der
günstigste Zeitpunkt, um die Waben zu entnehmen, ist der frühe Morgen, bevor
die Bienen ausschwärmen. Auch an kühlen Tagen, an denen die Bienen nicht
ausfliegen, um Nektar zu sammeln, kann der Imker die Waben herausnehmen. Zwar
sind morgens noch alle Bienen im Stock, der Imker kann jedoch ausschließen,
dass sich größere Mengen Nektars und unreifen Honigs vom Sammeltag in den
Waben befinden.
Eine
traditionelle Methode, die Bienen zu vertreiben, ist das Räuchern. Häufig
werden die Bienen mit einem Gebläse verjagt. Abzuraten ist von Geruchsstoffen,
da sie eventuell in den Honig gelangen können.
Die
schleuderreifen Waben werden zügig herausgenommen, aufsitzende Bienen
abgeklopft und abgefegt.. Die Honigwaben werden in ein leeres Magazin gehängt,
das sofort abgedeckt wird, um umherirrende Bienen fernzuhalten.
Damit
die Bienen nicht hungern müssen, lässt ihnen der Imker 10 bis 20 kg Nahrung in
Form von Honig und Zuckerwasser.
Die Honigwabe öffnen
Vor
dem Schleudern öffnet der Imker die mit Wachs verschlossenen Waben. Dazu benützt
er verschiedene Werkzeuge: Entdeckelungsmesser, -gabeln oder -rollen. Großbetriebe
verwenden auch Entdeckelungsmaschinen. Äußerst wichtig ist, dass alle Gerätschaften
kalt sind.
Elektrische
oder dampfbetriebene Maschinen arbeiten zwar erheblich effektiver, können aber
die Qualität des Honigs durch die Wärmeentwicklung deutlich schädigen.
Kalt schleudern
Die
gebräuchlichste Art der Honiggewinnung ist wohl das Abschleudern des Honigs aus
den Waben mit Hilfe der Zentrifugalkraft. Die Temperatur im Schleuderraum sollte
dabei 30 °C nicht überschreiten. Der Begriff kalt schleudern, der meist auch
dem Laien bekannt ist, bezieht sich auf die im Schleuderraum herrschende
Temperatur.
Von Verunreinigungen befreien
Beim
Schleudern gelangen Wabenbestandteile, eingelagerte Pollen (=
Bienenbrot) und andere Verunreinigungen in den Honig, die entfernt werden müssen. Der Honig wird daher sofort nach dem Auslaufen aus
der Schleuder in ein Doppelsieb geleitet und hier bei Maschenweiten von 1,8 mm
und 0,2 mm gefiltert. Damit können auch kleinste Schmutzteilchen aus dem Honig
entfernt werden.
Für »Klarheit« sorgen
In
Gläsern mit gesiebtem Honig steigen im Laufe einiger Tage Luftbläschen an die
Oberfläche, die feinste Wachsteilchen mit sich führen. Auf dem Honig bildet
sich eine schaumige Oberschicht, die vorsichtig mit einem Teigschaber
abgestreift wird. Diese Prozedur muss mindestens zweimal innerhalb einiger Tage
wiederholt werden, um den Honig vollständig zu klären.
Die Zuckerkristallisation
beeinflussen
Kristallisation
beziehungsweise Kandieren eines Honigs, also Bildung und Wachstum von
Zuckerkristallen, ist ein natürlicher physikalischer Vorgang und kein Zeichen für
eine Honigschädigung. Wie bei Kaffee, in den größere Zuckermengen geschüttet
werden, lösen sich die Zuckerkristalle ab einer gewissen Konzentration nicht
mehr auf. Wie schnell der Honig kandiert, ist von Sorte zu Sorte verschieden.
Rapsund Löwenzahnhonig kandieren innerhalb weniger Tage. Blüten‑ und
Mischhonige benötigen dagegen einige Wochen. Waldhonige kandieren sogar erst
nach mehreren Monaten, Akazienhonig mitunter erst nach Jahren. Bedenken Sie beim
Honigkauf also immer, wie sich Ihr Honig "entwickeln" wird.
Starkes Kandieren verhindern
Die
meisten Honigliebhaber bevorzugen streichfähigen oder cremigen Honig. Deshalb
verhindert man mit Hilfe verschiedener Methoden,
dass der Honig zu stark kandiert, - selbstverständlich ohne chemische
Hilfsstoffe. Die zwei wichtigsten Verfahren sind das Impfen und das Rühren.
Durch
Impfen des noch flüssigen Honigs mit einer kleinen Menge eines feinkörnig
kandierten Honigs wird erreicht, dass der beimpfte Honig ebenfalls feinkörnig
kristallisiert. Rührt man den Honig, wenn er mit der Kristallisation beginnt,
werden die großen Kristalle an den Kanten oder Rührstäben gebrochen und
zerrieben. Der Honig wird vor dem endgültigen Festwerden abgefüllt und
kandiert im Glas später feinkörnig nach.
Der fertige Honig
Die
Temperatur im Abfüllraum sollte bei etwa 20 °C liegen,
die des Honigs kann etwas höher sein. Je wärmer der Honig, um so bessere
Fließeigenschaften besitzt er. Allerdings darf der Honig nicht so warm sein,
dass die wertvollen Honigenzyme geschädigt werden.
Die Qualität entscheidet
Honig
ist zweifelsohne eines der naturbelassensten Lebensmittel überhaupt. Die Biene
selbst trägt durch Zugabe von Enzymen und den Wasserentzug durch fleißiges Fächeln
erheblich zur Qualität eines Honigs bei, aber auch der Imker, der den Honig
sehr sorgfältig ernten muss, bestimmt die Qualität.
Vertrauen ist gut, Kontrolle
ist besser
Unter
diesem Leitsatz stehen die gesetzlichen Qualitätsanforderungen an den Honig.
Diese sind in Deutschland festgelegt in der Deutschen Honigverordnung und geben
klare Richtlinien für die Beschaffenheit des verkehrsfähigen Honigs.
Noch
strenger als die Honigverordnung definiert jedoch der Deutsche
Imkerbund die Qualitätsanforderungen. Für die so genannten Einheitsgläser
des Deutschen Imkerbunds gelten noch strengere Richtlinien als die gesetzlichen
Mindestanforderungen. Auch für die Honige aus dem Reformhaus werden die
Leitlinien des Imkerbunds zu Grunde gelegt. Wirklich hervorragende Arbeit
leistet hier auch das Deutsche Honiginstitut, das seinen Sitz in Bremen hat.
Äußerliche Beschaffenheit
Geschmack,
Geruch und Konsistenz müssen sortentypisch sein. Ähnlich wie Weinkenner können
Fachleute Honig mit ihren Sinnen testen und die Qualität bestimmen. Selbstverständlich
darf ein Honig auch keine Fremdbestandteile enthalten. Mit Hilfe der Mikroskopie
kann die Reinheit überprüft werden.
Sortenbezeichnung
Stammt
der Honig überwiegend von einer Pflanze, erreichen die Bienen also nur eine
Pflanzenart oder liegt ein Mischhonig vor? Handelt es sich um einen deutschen
oder ausländischen Honig? Mit Hilfe der Pollenanalyse können diese Faktoren
einwandfrei bestimmt werden. Bei der Pollenanalyse werden die im Honig
vorkommenden Pollen gezählt. Kommen sie überwiegend von einer Pflanze, - etwa
von Raps, Linde oder Akazie -, darf sich der Honig zum Beispiel Raps-, Linden-
oder Akazienhonig nennen.
Rund
80 % , unseres Honigs kommen aus dem Ausland. Alle Import-Honige unterliegen der
Deutschen Honigverordnung.
Quelle: "Honig - Gesundheit aus dem Bienenstock", Gräfe und Unzer Verlag, Seite 16-20
Transgener
Raps -
ein Thema für Imker ?
In
Nordamerika bestimmen Äcker mit transgenen Pflanzen in großen Teilen das
Landschaftsbild. Anders in Europa: Hier stehen Verbraucher und Politiker der Grünen
Gentechnik weitaus kritischer gegenüber. Deutlich wurde das bei der
Abschlussveranstaltung des "Diskurs Grüne Gentechnik" - Vertreter von
Industrie, Umwelt- und Berufsverbänden saßen dort an einem Tisch, um über die
Zukunft des kommerziellen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in
Deutschland zu beraten.
Ginge
es nach den Wünschen der Pflanzenzüchter, würden möglichst bald die gelben
Blütenmeere der transgenen Rapspflanzen auf den heimischen Feldern leuchten. Hätten
allein Umwelt- und Verbraucherverbände zu entscheiden, würde kein Samenkorn,
das gentechnisch verändertes Erbgut in sich trägt, unsere Äcker erreichen.
Was
hat das alles mit den Imkern zu tun? Blüht gentechnisch veränderter Raps auf
den Feldern, bedeutet das fast zwangsläufig, dass dessen Pollen in den Honig
gelangt. Bienen halten sich nun mal nicht an Ackergrenzen. Das hat die unlängst
von Greenpeace bei Magdeburg durchgeführte Aktion eindrücklich gezeigt.
Nach
heutigem Stand der Wissenschaft, so sagen Experten, haben gentechnisch veränderte
Lebensmittel keine schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
Trotzdem bleibt festzustellen, dass der größte Teil der Verbraucher in
Deutschland Gentechnik im Essen ablehnt.
Obwohl
der Polleneintrag transgener Pflanzen denkbar gering sein wird, sehen sich
einige Imker schon heute mit den Fragen ihrer Kunden konfrontiert. Die
Verbraucher möchten frei entscheiden können, ob sie Honig kaufen, der
transgenen Pollen enthält oder nicht. Und ebenso muss es den Imkern möglich
sein, Feldern mit transgener Tracht ausweichen zu können.
Obwohl in Deutschland noch kein kommerzieller Anbau von transgenen Pflanzen zugelassen ist, blüht im Frühjahr - in geringem Umfang - gentechnisch veränderter Raps auf den Feldern. In den letzten zehn Jahren wurden nach Aussagen des Robert-Koch-Institutes Genehmigungen für Versuche auf 239 Freisetzungsflächen erteilt. Dort testen Bayer, Monsanto und andere Biotech-Firmen die Sorten, die sie später kommerziellen Anbauern verkaufen wollen. Imker, die zufällig in die Nähe dieser Felder geraten, stehen nach Auskunft von Experten ab dem nächstem Jahr vor einer paradoxen Situation: Honig, der Pollen dieser Freisetzungsversuche enthält, ist dann nach neuem Recht nicht verkehrsfähig. Auf der anderem Seite gibt es bis heute kein genaues Verzeichnis, aus dem Bienenhalter die Lage der Versuchsflächen ersehen können.
Obwohl
diese Situation nur wenige Imker trifft und die Zahl der Versuchsflächen zur
Zeit rückläufig ist, zeigt sich, dass die Situation der Imker seitens der
Politik nicht ausreichend berücksichtigt wird. Für den Fall, dass der
kommerzielle Anbau eines Tages Realität werden sollte, ist es doppelt wichtig,
bereits jetzt für die Interessen der Bienenhalter politischen Einfluss zu
nehmen.