Honig - ein echtes Naturprodukt

   Kontrollierte Qualität, die man schmecken kann

 

Echter Deutscher Honig ist ein Qualitätserzeugnis, das merken Sie schon an seinem unverfälschten guten Geschmack.
Echter Deutscher Honig wird nach den bindenden Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.) geprüft, die weitaus strenger sind, als es das deutsche Lebensmittelrecht verlangt.

 So ist beispielsweise der Wassergehalt des Echten Deutschen Honigs niedriger als gesetzlich für Honig vorgeschrieben.

Alles Wissenswerte zur Honiggewinnung können Sie gerne hier erfahren.

Verbraucherinformation:  Transgener Raps

 

 

Preisliste
Echte Deutsche Honige
(jeweils 500 g im Originalglas des Deutschen Imkerbundes
mit 0,25 € Pfand im Inklusivpreis)

 

Artikel

Glas 
( à 500 g)

Sommerblüten-Honig
(dunkel, halb flüssig)

5,00

Rapshonig
(cremig, mild)

5,50 €

Akazien-Honig
(klar und aromatisch)

6,-- €
Waldhonig
(kräftig, nussartig
)
6,--

Hinzu kommen 0,50 € Pfand je Glas

 

Wissenswertes zur Honiggewinnung

Von der Ernte bis zum Verkauf

Nachdem der Honig gereift ist und von den Bienen mit einem abschließenden Wachsdeckel versehen wurde, kann er aus den verdeckelten Waben entnommen werden. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Imker in Aktion tritt.

 Sieben Schritte bis zum essfertigen Honig

Der günstigste Zeitpunkt, um die Waben zu entnehmen, ist der frühe Morgen, bevor die Bienen ausschwärmen. Auch an kühlen Tagen, an denen die Bienen nicht ausfliegen, um Nektar zu sammeln, kann der Imker die Waben herausnehmen. Zwar sind morgens noch alle Bienen im Stock, der Imker kann jedoch ausschließen, dass sich größere Mengen Nektars und unreifen Honigs vom Sammeltag in den Waben befinden.

Eine traditionelle Methode, die Bienen zu vertreiben, ist das Räuchern. Häufig werden die Bienen mit einem Gebläse verjagt. Abzuraten ist von Geruchsstoffen, da sie eventuell in den Honig gelangen können.

Die schleuderreifen Waben werden zügig herausgenommen, aufsitzende Bienen abgeklopft und abgefegt.. Die Honigwaben werden in ein leeres Magazin gehängt, das sofort abgedeckt wird, um umherirrende Bienen fernzuhalten.

Damit die Bienen nicht hungern müssen, lässt ihnen der Imker 10 bis 20 kg Nahrung in Form von Honig und Zuckerwasser.

 

Die Honigwabe öffnen

Vor dem Schleudern öffnet der Imker die mit Wachs verschlossenen Waben. Dazu benützt er verschiedene Werkzeuge:  Entdeckelungsmesser, -gabeln oder -rollen. Großbetriebe verwenden auch Entdeckelungsmaschinen. Äußerst wichtig ist, dass alle Gerätschaften kalt sind.

Elektrische oder dampfbetriebene Maschinen arbeiten zwar erheblich effektiver, können aber die Qualität des Honigs durch die Wärmeentwicklung deutlich schädigen.

 

Kalt schleudern

Die gebräuchlichste Art der Honiggewinnung ist wohl das Abschleudern des Honigs aus den Waben mit Hilfe der Zentrifugalkraft. Die Temperatur im Schleuderraum sollte dabei 30 °C nicht überschreiten. Der Begriff kalt schleudern, der meist auch dem Laien bekannt ist, bezieht sich auf die im Schleuderraum herrschende Temperatur.

 

Von Verunreinigungen befreien

Beim Schleudern gelangen Wabenbestandteile, eingelagerte Pollen (= Bienenbrot) und andere Verunreinigungen in den Honig, die entfernt werden müssen. Der Honig wird daher sofort nach dem Auslaufen aus der Schleuder in ein Doppelsieb geleitet und hier bei Maschenweiten von 1,8 mm und 0,2 mm gefiltert. Damit können auch kleinste Schmutzteilchen aus dem Honig entfernt werden.

 

Für »Klarheit« sorgen

In Gläsern mit gesiebtem Honig steigen im Laufe einiger Tage Luftbläschen an die Oberfläche, die feinste Wachsteilchen mit sich führen. Auf dem Honig bildet sich eine schaumige Oberschicht, die vorsichtig mit einem Teigschaber abgestreift wird. Diese Prozedur muss mindestens zweimal innerhalb einiger Tage wiederholt werden, um den Honig vollständig zu klären.

 

Die Zuckerkristallisation beeinflussen

Kristallisation beziehungsweise Kandieren eines Honigs, also Bildung und Wachstum von Zuckerkristallen, ist ein natürlicher physikalischer Vorgang und kein Zeichen für eine Honigschädigung. Wie bei Kaffee, in den größere Zuckermengen geschüttet werden, lösen sich die Zuckerkristalle ab einer gewissen Konzentration nicht mehr auf. Wie schnell der Honig kandiert, ist von Sorte zu Sorte verschieden. Rapsund Löwenzahnhonig kandieren innerhalb weniger Tage. Blüten‑ und Mischhonige benötigen dagegen einige Wochen. Waldhonige kandieren sogar erst nach mehreren Monaten, Akazienhonig mitunter erst nach Jahren. Bedenken Sie beim Honigkauf also immer, wie sich Ihr Honig "entwickeln" wird.

 

Starkes Kandieren verhindern

Die meisten Honigliebhaber bevorzugen streichfähigen oder cremigen Honig. Deshalb verhindert man mit Hilfe verschiedener Methoden, dass der Honig zu stark kandiert, - selbstverständlich ohne chemische Hilfsstoffe. Die zwei wichtigsten Verfahren sind das Impfen und das Rühren.

Durch Impfen des noch flüssigen Honigs mit einer kleinen Menge eines feinkörnig kandierten Honigs wird erreicht, dass der beimpfte Honig ebenfalls feinkörnig kristallisiert. Rührt man den Honig, wenn er mit der Kristallisation beginnt, werden die großen Kristalle an den Kanten oder Rührstäben gebrochen und zerrieben. Der Honig wird vor dem endgültigen Festwerden abgefüllt und kandiert im Glas später feinkörnig nach.

 

Der fertige Honig

Die Temperatur im Abfüllraum sollte bei etwa 20 °C liegen, die des Honigs kann etwas höher sein. Je wärmer der Honig, um so bessere Fließeigenschaften besitzt er. Allerdings darf der Honig nicht so warm sein, dass die wertvollen Honigenzyme geschädigt werden.

 

Die Qualität entscheidet

Honig ist zweifelsohne eines der naturbelassensten Lebensmittel überhaupt. Die Biene selbst trägt durch Zugabe von Enzymen und den Wasserentzug durch fleißiges Fächeln erheblich zur Qualität eines Honigs bei, aber auch der Imker, der den Honig sehr sorgfältig ernten muss, bestimmt die Qualität.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Unter diesem Leitsatz stehen die gesetzlichen Qualitätsanforderungen an den Honig. Diese sind in Deutschland festgelegt in der Deutschen Honigverordnung und geben klare Richtlinien für die Beschaffenheit des verkehrsfähigen Honigs.

Noch strenger als die Honigverordnung definiert jedoch der Deutsche Imkerbund die Qualitätsanforderungen. Für die so genannten Einheitsgläser des Deutschen Imkerbunds gelten noch strengere Richtlinien als die gesetzlichen Mindestanforderungen. Auch für die Honige aus dem Reformhaus werden die Leitlinien des Imkerbunds zu Grunde gelegt. Wirklich hervorragende Arbeit leistet hier auch das Deutsche Honiginstitut, das seinen Sitz in Bremen hat.

 

Äußerliche Beschaffenheit

Geschmack, Geruch und Konsistenz müssen sortentypisch sein. Ähnlich wie Weinkenner können Fachleute Honig mit ihren Sinnen testen und die Qualität bestimmen. Selbstverständlich darf ein Honig auch keine Fremdbestandteile enthalten. Mit Hilfe der Mikroskopie kann die Reinheit überprüft werden.

 

Sortenbezeichnung

Stammt der Honig überwiegend von einer Pflanze, erreichen die Bienen also nur eine Pflanzenart oder liegt ein Mischhonig vor? Handelt es sich um einen deutschen oder ausländischen Honig? Mit Hilfe der Pollenanalyse können diese Faktoren einwandfrei bestimmt werden. Bei der Pollenanalyse werden die im Honig vorkommenden Pollen gezählt. Kommen sie überwiegend von einer Pflanze, - etwa von Raps, Linde oder Akazie -, darf sich der Honig zum Beispiel Raps-, Linden- oder Akazienhonig nennen.

Rund 80 % , unseres Honigs kommen aus dem Ausland. Alle Import-Honige unterliegen der Deutschen Honigverordnung.

Quelle: "Honig - Gesundheit aus dem Bienenstock", Gräfe und Unzer Verlag, Seite 16-20

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Transgener Raps - ein Thema für Imker ?

In Nordamerika bestimmen Äcker mit transgenen Pflanzen in großen Teilen das Landschaftsbild. Anders in Europa: Hier stehen Verbraucher und Politiker der Grünen Gentechnik weitaus kritischer gegenüber. Deutlich wurde das bei der Abschlussveranstaltung des "Diskurs Grüne Gentechnik" - Vertreter von Industrie, Umwelt- und Berufsverbänden saßen dort an einem Tisch, um über die Zukunft des kommerziellen Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland zu beraten.

Ginge es nach den Wünschen der Pflanzenzüchter, würden möglichst bald die gelben Blütenmeere der transgenen Rapspflanzen auf den heimischen Feldern leuchten. Hätten allein Umwelt- und Verbraucherverbände zu entscheiden, würde kein Samenkorn, das gentechnisch verändertes Erbgut in sich trägt, unsere Äcker erreichen.

Was hat das alles mit den Imkern zu tun? Blüht gentechnisch veränderter Raps auf den Feldern, bedeutet das fast zwangsläufig, dass dessen Pollen in den Honig gelangt. Bienen halten sich nun mal nicht an Ackergrenzen. Das hat die unlängst von Greenpeace bei Magdeburg durchgeführte Aktion eindrücklich gezeigt.

Nach heutigem Stand der Wissenschaft, so sagen Experten, haben gentechnisch veränderte Lebensmittel keine schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Trotzdem bleibt festzustellen, dass der größte Teil der Verbraucher in Deutschland Gentechnik im Essen ablehnt.

Obwohl der Polleneintrag transgener Pflanzen denkbar gering sein wird, sehen sich einige Imker schon heute mit den Fragen ihrer Kunden konfrontiert. Die Verbraucher möchten frei entscheiden können, ob sie Honig kaufen, der transgenen Pollen enthält oder nicht. Und ebenso muss es den Imkern möglich sein, Feldern mit transgener Tracht ausweichen zu können.

Obwohl in Deutschland noch kein kommerzieller Anbau von transgenen Pflanzen zugelassen ist, blüht im Frühjahr - in geringem Umfang - gentechnisch veränderter Raps auf den Feldern. In den letzten zehn Jahren wurden nach Aussagen des Robert-Koch-Institutes Genehmigungen für Versuche auf 239 Freisetzungsflächen erteilt. Dort testen Bayer, Monsanto und andere Biotech-Firmen die Sorten, die sie später kommerziellen Anbauern verkaufen wollen. Imker, die zufällig in die Nähe dieser Felder geraten, stehen nach Auskunft von Experten ab dem nächstem Jahr vor einer paradoxen Situation: Honig, der Pollen dieser Freisetzungsversuche enthält, ist dann nach neuem Recht nicht verkehrsfähig. Auf der anderem Seite gibt es bis heute kein genaues Verzeichnis, aus dem Bienenhalter die Lage der Versuchsflächen ersehen können.

Obwohl diese Situation nur wenige Imker trifft und die Zahl der Versuchsflächen zur Zeit rückläufig ist, zeigt sich, dass die Situation der Imker seitens der Politik nicht ausreichend berücksichtigt wird. Für den Fall, dass der kommerzielle Anbau eines Tages Realität werden sollte, ist es doppelt wichtig, bereits jetzt für die Interessen der Bienenhalter politischen Einfluss zu nehmen.

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